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Kann man Katzen erziehen


Die vorbildliche Katze - Kann man Katzen erziehen?


 

Das Wurstbrot ist plötzlich vom Teller verschwunden, während der Mahlzeit müssen Sie Ihr Schnitzel gegen angelnde Katzenpfoten verteidigen, die Samtpfote buddelt Blumen aus, sieht Hände als Spielzeug an und macht die Nacht zum Tag. Das sind nur ein paar Beispiele, womit Samtpfoten uns täglich zur Verzweiflung treiben.

 

Eine häufig gestellte Frage in der Katzenberatung ist: Kann man Katzen erziehen und welche Methoden eignen sich?

 

Ja, man kann Katzen erziehen, aber es kommt, wie immer im Leben, auf das Wie an. 

 

Häufig sucht der verzweifelte Katzenhalter*in in diversen Internet- bzw. Facebook-Foren nach Hilfe und erhält fragwürdige Ratschläge:

 

  • anfauchen,
  • anpusten,
  • mit Wasser besprühen,
  • Klapperdosen werfen,
  • Schreien,
  • in die Hände klatschen,
  • mit Gegenständen werfen,
  • die Katze mit einer drohenden Körperhaltung einschüchtern.

 

Die oben genannten Maßnahmen bewirken, dass viele Katzen das unerwünschte Verhalten einstellen.  

 

Aber warum ist das der Fall?

 

Weil das Tier schlicht und einfach Angst bekommt. Bestrafungen wie das Anfauchen, anpusten, anschreien, wegjagen, in die Hände klatschen bewirken, dass die Katze sich erschreckt und daraufhin fluchtartig den Tatort verlässt.

 

Ja aber... Dann ist doch alles gut oder? Damit haben wird doch das Ziel erreicht? Die Katze hat doch das unerwünschte Verhalten eingestellt und wird sich das für die Zukunft merken?!

 

JEIN. Das Resultat aus solchen Aktionen (Bestrafungen) ist häufig, dass die Katze fluchtartig den Raum verlässt, sobald der Halter*in diesen betritt. Das Tier wohnt plötzlich nur noch unter dem Bett, auf dem Schrank und lässt sich nicht mehr anfassen. Ist die Katze ein Freigänger, dann hält sie sich die meiste Zeit draußen auf und kommt nur noch ins Haus, wenn der "gefährliche" Mensch es verlassen hat. Einige Katzen suchen sich sogar ein neues Zuhause. 

 

Denn: Für eine Katze bedeutet eine Bestrafung einen gefährlichen Übergriff. Dieser löst Angst aus, da er eine Gefahr für die eigene Gesundheit darstellt. Die Katze kann nicht deuten, dass sie "nur erzogen" werden soll, sondern bewertet dies IMMER als Gefahr für Leib und Leben.

 

Die Katze hat das Vertrauen in den Halter*in verloren und reagiert ängstlich bis panisch. Das Ergebnis ist Stress für die Katze und für den Halter*in ein Ergebnis, das (hoffentlich) so nicht gewollt war. Jede Bestrafung bewirkt, dass die Katze Angst bekommt, da sie die Wasserdusche, den Schreck durch die Klapperdose, das Schreien sehr wohl mit der Person, der sie vertraut (hat), dem Halter*in, in Verbindung bringt

 

Hier finden Sie Tipps wie Sie Ihre Katze/n erziehen, ohne dass diese das Vertrauen in Sie verliert und zugleich die Bindung zu Ihrer Samtpfote gestärkt wird, die absoluten NoGo's in der Katzenerziehung und warum Sie diese NIEMALS anwenden sollten.

 


Wie kann man Katzen bestrafen?

 

 

Antwort: Gar nicht!

 

Katzen bestrafen ist ein absolutes NoGo. Das ist übrigens gültig für jegliche Tiererziehung, denn Strafen schädigen das Vertrauen in den Halter*in, verursachen Angstgefühle und Stress. Sie erreichen mit Bestrafung keine Verbesserung der Situation, sondern nur eine Verschlechterung.

 

Viele Tiere reagieren mit so genanntem Übersprungverhalten auf Bestrafung. Das bedeutet, dass Ihre Katze/Hund etc. nicht mit der Strafe umgehen kann und aus diesem Grund ein anderes Verhalten ausübt. Ausgelöst wird Übersprungverhalten durch Angst, Hilflosigkeit und Überforderung. Im Endeffekt hat der Halter*in später nicht nur mit dem bekannten unerwünschten Verhalten zu kämpfen, sondern zusätzlich mit dem Verhalten, dass durch die Strafe ausgelöst wurde.

 

Beispiel: Ihre Katze kratzt an der Tapete. Sie werfen einen Gegenstand auf das Tier und es erschreckt sich (Strafe). Ihr Tier registriert, dass Sie der Auslöser für den Schreckmoment waren, und ergreift die Flucht, um dieser Situation zu entgehen. Anschließend rennt Ihre Katze jedes Mal panisch aus dem Raum, sobald Sie etwas in die Hand nehmen oder das Zimmer betreten.

 

Oder das Tier gerät unter Stress, muss diesen abbauen und kratzt deswegen am Teppich oder den Möbeln. Eine andere Möglichkeit ist durchaus, dass der Schreckmoment aggressives Verhalten auslöst (Ihre Katze kratzt, beißt, faucht, knurrt etc.). 

 


 

5 Fehler bei Katzenerziehung 

 

 

Katzenerziehung mit dem Nackengriff

 

 

In vielen sozialen Medien wird empfohlen die Katze mittels Nackengriff zu bestrafen, wenn diese nicht so handelt wie der Mensch es gerne möchte. 

 

Was ist der Hintergrund? 

 

Eine Katzenmutter trägt ihre Kitten von einem Ort zum anderen, indem sie diese im Nacken packt und dann transportiert. Die Kitten verfallen dabei in die so genannte Tragestarre, rollen sich ein und werden bewegungslos. Das Kitten sich so verhalten ist vorgegeben, in den Genen verankert und dient dem eigenen Schutz: Denn beim Nackenbiss befinden sich die Zähne der Mutter sehr nah an den Halswirbeln (Genick) und den Nerven. Jede unkontrollierte Bewegung kann deshalb sofort zum Tode führen. 

 

Eignet sich der Nackengriff zur Katzenerziehung?

 

Hier ein klares NEIN!

 

Alleine der Anlass (Transport der Katzenwelpen von einem Ort zum anderen) sagt aus: Er dient zum Transport und nicht zur Bestrafung!

 

Wenn Sie logisch überlegen: Warum sollte er sich zur Erziehung von Katzen eignen? 

 

Weder adulte (erwachsene) Katzen noch Kitten sollten in irgendeiner Weise bestraft werden. Wird der Nackengriff bei einer erwachsenen Katze angewandt, dann kann dies erhebliche Verletzungen verursachen!

 

Eine ausgewachsene Katze ist wesentlich schwerer als ein Kitten. Auch erwachsene Tiere verfallen immer noch in die Tragestarre. Wird das Tier im Nacken hochgehoben, dann kann das Gewebe am, und um den Hals herum reißen, was erhebliche Schmerzen zur Folge hat!

 

Sollte das Hochheben mittels Nackengriff einmal notwendig sein (siehe weiter unten), dann nur, wenn eine Hand die Katze unter dem Gesäß stützt und somit nicht das gesamte Gewicht am Nacken hängt. 

 

Wenden Sie den Nackengriff bitte weder bei Kitten, noch bei erwachsenen Katzen, an.

 

Oft wird bei tierärztlichen Untersuchungen eine wehrhafte Katze mit einem Griff in den Nacken fixiert. Dies ist jedoch nur sinnvoll, um schwerwiegende Verletzungen von Mensch und Tier zu vermeiden.  

 

Die Katze mit Wasser besprühen

 

 

Der Klassiker, der leider immer noch zur Erziehung von Katzen empfohlen wird, ist:

 

Die Katze mit Wasser besprühen. 

 

Grundsätzlich ist bei Katzen gültig: Möchten Sie eine gute Beziehung zu ihrem Tier, dann sind jegliche Strafen Tabu! Jede Strafe, zu der auch das Nassspritzen mit der Wasserpistole gehört, schadet dem Vertrauensverhältnis

 

Das einzige, was den Einsatz von Wasser (zum Beispiel mittels Wasserschlauch) rechtfertigt, ist:

 

Die Nachbarskatzen kommen in Ihren Garten und greifen Ihre Katzen an. Dann dürfen Sie gerne dazwischen gehen und die ungeliebten Tiere aus Ihrem Garten vertreiben. Auch, um Ihre Tiere zu schützen! In diesem Fall möchten Sie wahrscheinlich keine gute Beziehung zu den Angreifern haben...

 

Ein anderer Einsatz von Wasser ist bei Katzen grundsätzlich abzulehnen. Denken Sie daran: Jegliche Art von Strafe schadet der Beziehung, die Sie zu Ihrem Tier haben. Es wird Ihnen gegenüber sonst Misstrauen und Angst entwickeln.  

 

 

Bestrafen Sie, indem Sie Ihre Katze anfauchen?

 

 

Ein weiterer Tipp, der immer noch zur Bestrafung von Katzen empfohlen wird: Das Anfauchen.

 

Wir werden niemals in der Lage sein "kätzisch" zu sprechen und können der Katze aus diesem Grund nicht richtig mitteilen, was genau wir von ihr möchten.

 

Katzen fauchen, wenn sie eine andere Katze (oder einen Menschen) auf Abstand halten wollen, bzw. um zu sagen: "Ich kenne Dich nicht, also lass mich in Ruhe!"

 

Wenn Sie überlegen wird Ihnen klar, dass es vollkommen fehl am Platze ist, wenn Sie Ihre Katze anfauchen.

 

Dazu kommt, dass uns schlicht die Mimik der Augen, der Ohren, der Schnurrhaare etc. fehlt, um zu verdeutlichen, warum wir fauchen und was wir der Katze damit sagen wollen. Lesen Sie hier mehr zum Thema Was bedeutet Fauchen?

 

Wenn wir unsere Katze anfauchen, dann wird sie über kurz oder lang verschreckt sein und Angst bekommen. Weil sie nicht versteht, was wir von ihr möchten. Sie deutet es unter Umständen so, dass wir Abstand haben wollen und keinen Kontakt zu ihr wünschen

 

Wir erreichen damit keine Änderung des unerwünschten Verhaltens, sondern nur, dass das Verhältnis zu unserer Katze zerstört wird, dass sie unsere Nähe meidet und uns aus dem Wege geht.

 

 

Die Katze anpusten

 

 

Alternativ zum Anfauchen wird häufig empfohlen, dass man seine Katze anpusten soll. 

 

Die Katze spürt einen Luftstrom, was dem Fauchen sehr nahe kommt. Auch hier ist gültig, dass die Katze nicht deuten kann was wir von ihr möchten!

 

Es leidet nur die Beziehung zu Ihrer Katze und das Vertrauen nimmt ab. Egal ob Sie Ihre Katze Anfauchen oder Anpusten:

 

Sie wird es früher oder später so deuten, dass Sie keinen Kontakt zu ihr möchten. Aus Angst verletzt zu werden wird sie den Raum verlassen den sie betreten, sich verstecken und möglicherweise ist Ihre Katze auf einmal nicht mehr stubenrein. All das trägt nicht dazu bei, dass Ihr Tier ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihnen aufbaut. 

 

 

Die Katze schlagen

 

 

Die Bestrafung von Katzen ist grundsätzlich ein absolutes NoGo. Eine Katze ist ein Schutzbefohlener, genau wie ein Kind. Katzen schlagen wird nur dazu führen, dass Sie panische Angst vor Ihnen entwickelt. Damit wird auf keinen Fall das bestehende Problem beseitigt. 

 

Sie werden mit einer Strafe niemals das erreichen was Sie möchten: Die Änderung des Verhaltens. Das können Sie nur, indem Sie ein Alternativverhalten aufbauen und Ihrer Katze zeigen, was genau Sie von ihr möchten.

 


Katzenerziehung ist gar nicht so schwer

 

 

Katzenerziehung ist kein Hexenwerk. Unsere Samtpfoten können sehr gut erzogen werden, genau wie Hunde. Dabei kommt es natürlich darauf an, wie konsequent man die Erziehung umsetzt und wie man sie gestaltet. Strafen sind bei der Tiererziehung grundsätzlich Tabu.

 

Bei der Erziehung von Katzen gilt immer: Schreien Sie nicht (Ihre Katze hört Sie sehr gut, sogar 7-mal lauter), werfen Sie niemals Gegenstände, kein Wasser, schlagen und treten Sie Ihre Katze niemals.

 

Für die effektive und dauerhafte Erziehung sollte immer mit positiver Verstärkung gearbeitet werden.

 

Das bedeutet: Macht Ihre Katze etwas richtig, und bleibt zum Beispiel auf dem Boden oder Stuhl sitzen, während Sie essen, dann bekommt sie ein Leckerchen (bzw. das, was Ihre Katze super findet. Das kann auch eine Spieleinheit oder Freigang sein). 

 

 

Machen Sie es wie die Katzenmutter

 

 

Das einzige, was Sie dazu nutzen sollten, um Ihrer Katze zu zeigen, dass Sie mit etwas nicht einverstanden sind, ist:

 

der erhobene Zeigefinger

 

Katzenmütter zeigen ihren Kitten durch eine erhobene Pfote, dass ihre Geduld am Ende ist und unter Umständen eine (katzentypische) Bestrafung erfolgt.

 

Denken Sie daran: Wir bestrafen unsere Katzen niemals, da wir keine Katzenmutter sind!

 

Wir können unserer Samtpfote aber durchaus einmal den erhobenen Zeigefinger zeigen, um Ihr zu sagen: Lass das sein, ich bin damit nicht einverstanden!

 

 

Katzenerziehung beißen und kratzen

 

 

Die Katze beißt beim Spielen in die Hände, die Füße oder die Beine. Sehr oft ist das ein anerzogenes Verhalten vom Halter*in:

 

Gerade bei Kitten wird häufig der Fehler gemacht, dass diese mit der Hand zum Spiel animiert werden. Dabei hält der Halter*in die Hand über die Katze und diese versucht die Hand oder die Finger zu packen. 

 

Dabei sind spätere Probleme vorprogrammiert. Diese Form des animierten Spieles sollte von Anfang an vermieden werden.

 

Für Katzen ist es ein normales Verhalten, dass diese die Hand packen, leicht reinbeißen und mit den Hinterbeinen gegen die Hand treten. Genauso würden sie es mit einem Geschwisterchen oder Artgenossen machen. 

 

Aber auch jedes Kitten wird einmal größer und stärker, so dass das Beißen und Kratzen zu erheblichen Verletzungen führen kann. Anerzogenes Verhalten muss durch ein anderes Verhalten ersetzt werden!

 

Sollte Ihre Katze ein derartiges Spielverhalten zeigen, dann unterbinden Sie dies sofort:

 

Hören Sie auf zu spielen und halten Sie die Hand ruhig. Erst, wenn die Katze/Kitten ablässt, nehmen Sie die Hand weg. Vermeiden Sie das Spiel mit Händen, Füßen etc. sondern wählen Sie stattdessen immer ein Katzenspielzeug.

 

Damit Ihre Katze Aggressionen und Frust abbauen kann verwenden Sie Spiel-, Tretrollen, gefüllt mit Baldrian oder Katzenminze. Geben Sie Ihrer Katze diese ca. alle 2-3 Tage und räumen Sie diese nach ein paar Stunden wieder weg. 

 

Ganz wichtig ist: Ihre Katze benötigt ausreichend Input in Form von Spiel und Beschäftigung! Auch, wenn Sie mehrere Katzen halten. 

 

Sollte das aggressive Verhalten bestehen bleiben, bzw. sich verschlimmern, dann suchen Sie unbedingt einen Tierarzt auf und lassen Sie Ihre Katze untersuchen. Aggressivität wird häufig durch Erkrankungen ausgelöst. Meine Katze greift mich an und beißt

 

 

Katzenerziehung Tisch

 

 

Ihre Katze nutzt jede Gelegenheit, um auf den Tisch zu springen. Dabei ist es ihr egal, ob Sie gerade essen oder arbeiten. Möglicherweise stiehlt Sie Ihnen das Essen vom Teller?

 

Ein Grund, warum Ihre Katze das tut, kann sein: Sie füttern zu wenig und das Tier hat schlicht und einfach Hunger. Dann füttern Sie, bevor Sie selber essen.

 

Zusätzlich sollten Sie bei der Katzenerziehung Tisch folgendermaßen vorgehen:

 

Sobald Ihre Katze auf den Tisch springt nehmen Sie sie ruhig herunter, sagen Nein und setzen Sie auf den Boden/Stuhl. Das müssen Sie konsequent durchführen! Vermeiden Sie, dass Sie es einmal erlauben und dann wieder verbieten. Bleibt Ihre Katze beim nächsten Mal ruhig auf dem Boden oder Stuhl sitzen, dann belohnen Sie sie mit einem Leckerchen. Damit fördern Sie das Verhalten!

 

Auch Katzen brauchen klare Regeln, da sie sonst nicht wissen, was sie dürfen und was nicht. Alles andere wird das Tier nur verunsichern und es entwickelt Verhaltensprobleme.

 

Anmerkung: Glauben Sie nicht, dass Ihre Katze NICHT auf den Tisch geht, wenn Sie nicht Zuhause sind. Natürlich wird sie das tun und sie sollten sie auch lassen.

 

 

Katzenerziehung Nachtruhe

 

 

Sie werden nachts wach, weil Ihre Katze über Tische und Stühle geht, Deko und Gläser vom Regal fegt und den Flummi als Türklopfer nutzt?

 

Ein Grund, warum das passiert ist, dass Ihre Katze nicht ausgelastet ist. Vor allem Wohnungskatzen benötigen ausreichend Beschäftigung, da ihnen der "Input" des Freigängers fehlt. Spiel, Clickertraining, Jagd- und Suchspiele, Klettern, ausreichend Zeit mit der Bezugsperson etc. sind für Wohnungskatzen Pflicht! Aber auch bei Freigänger benötigen Qualitätszeit mit ihren Menschen, vor allem im Herbst und Winter, wenn die Freigangzeiten überschaubar sind.

 

Fehlt die richtige Beschäftigung, dann werden die meisten Katzen nachts aktiv (zu dieser Zeit gehen sie in der Regel auf die Jagd). Ist die Katze ausgelastet und beschäftigt, dann passt sie sich dem Rhythmus ihres Halters an und hält Nachtruhe, wenn der Mensch im Bett ist. 

 

Ist Ihre Katze anderen Artgenossen gegenüber nicht abgeneigt, dann sollten Sie diese nicht alleine halten.

 

Ein Mensch kann einen Katzenkumpel niemals ersetzen:

 

Gegenseitige Fellpflege, soziale Interaktion wie Spiel, und die Anwesenheit eines Artgenossen, wirken ausgleichend und beruhigend. Vor allem, wenn Sie den ganzen Tag aus dem Hause sind, sollten Sie Ihre Katze nicht alleine halten.

 

Bei der Auswahl einer Partnerkatze ist wichtig:

 

 

und vor allem: Was für einen Charakter hat Ihre Katze?

 

Bei der Auswahl einer Partnerkatze sollten immer die Bedürfnisse der Katzen im Vordergrund stehen und nicht das Aussehen eines möglichen Artgenossen.

 

Denn: Passen Charaktere und Bedürfnisse der Katzen nicht zusammen, dann wird ein Zusammenleben nicht funktionieren!

 

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist die Zusammenführung von Katzen. Anfragen bezüglich einer Katzenzusammenführung erfolgen leider erst, wenn es bereits Angriffe gegeben hat und die Katzen sich bei jeder Gelegenheit prügeln. 

 

Häufige Fehler bei der Zusammenführung sind:

 

Die neue Katze wurde abgeholt und direkt aus dem Transportkorb gelassen. Gestresst und verängstigt findet sie sich in einer für sie fremden Umgebung wieder, mit Personen die sie nicht kennt und anderen Gerüchen.

 

Sie weiß nicht, wohin sie flüchten kann und plötzlich steht ihr eine andere Katze gegenüber, die ihr ganz klar droht. Panisch versucht sie zu fliehen, was den Jagdinstinkt der heimischen Katze auslöst...Und schon gibt es den ersten Kampf...

 

Es ist eine falsche Annahme, dass man Katzen die Rangordnung ausfechten lassen sollte! Diese gibt es bei Katzen nicht! Ist ein Angriff erfolgt, dann herrscht gegenüber dem Angreifer automatisch Misstrauen und Angst. Möchten Sie in ständiger Angst leben? Nie wissend, ob hinter der nächsten Tür jemand steht, der Ihnen bei jeder Gelegenheit eine Backpfeife gibt?

 

Denken Sie auch daran, dass es Sie nicht von der täglichen Beschäftigung Ihrer Samtpfoten entbindet, wenn ein Artgenosse vorhanden ist. Spielen Sie mit jeder Katze, gönnen Sie Ihr ausreichend Streicheleinheiten, Fellpflege etc.

 

 

Katzenerziehung Katzenklo/Stubenreinheit

 

 

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Erwachsene Katzen nutzen in der Regel sofort das Katzenklo, sobald sie wissen, wo sich dieses befindet. Kitten, aber auch ausgewachsenen Katzen, kann man es erleichtern, indem man sie einmal in das Katzenklo setzt. Danach haben die Tiere sich meist gemerkt, wo das stille Örtchen steht und werden dieses wieder von alleine aufsuchen.

 

Wenn es Probleme mit der Stubenreinheit gibt, und des Öfteren Kot oder Urin neben der Toilette landet, dann kann dahinter eine Erkrankung stehen, womöglich sind der Katze die Toiletten zu schmutzig, es gibt zu wenige oder sie passen nicht zu den Ansprüchen der Katze. 

 

 

Katzenerziehung Freigang

 

 

Sie möchten Ihre Katze an den Freigang gewöhnen, wissen aber nicht genau, wie Sie das anstellen sollen?

Zur Katzenerziehung Freigang gehört, dass Sie Ihr Tier langsam daran gewöhnen. Nur weil Ihre Katze eine Katze ist, bedeutet dies nicht, dass sie sich automatisch draußen zurecht findet. Das ist schlicht ein Mythos, der nicht stimmt.

 

Kitten gehören grundsätzlich erst in den Freigang, wenn sie kastriert und mindestens 6 Monate alt sind.

 

Denken Sie daran, dass es sich bei Kitten um Kleinkinder handelt, die viele Gefahren nicht abschätzen können. Sie benötigen Ihre Unterstützung, damit Sie sich sicher fühlen.

 

Sie lassen Ihre Kinder doch auch nicht unbeaufsichtigt auf der Straße herumlaufen? Kitten sind nichts anderes, es sind Kleinkinder, die die Welt erst kennenlernen müssen.

 

Gewöhnen Sie eine Katze immer langsam an den Freigang: Lassen Sie die Haustür, Balkontür etc. auf und gehen Sie mit. So kann die Katze, wenn sie Angst bekommt oder unsicher wird, sofort in ihr gewohntes Revier zurückkommen. Das bietet Sicherheit. Langsam wird Ihre Katze den Erkundungskreis Tag für Tag erweitern. 

 

Wenn Sie das Problem haben, dass Sie bereits einen Freigänger haben, der jedes Mal lauthals schreit, wenn er raus möchte:

 

Dann haben Sie dieses Verhalten möglicherweise unbewusst selber verstärkt! Und zwar, indem Sie dann die Tür geöffnet haben, wenn Ihre Katze miaut hat. Dies ist auch eine positive Verstärkung: Die Katze hat miaut und ihr wurde für ihr Verhalten die Tür geöffnet. Damit hat sie für ihr miauen eine Belohnung erhalten...

 

Bestärken Sie ruhiges Verhalten: Zum Beispiel wenn Ihre Katze ruhig auf der Fensterbank sitzt und nach draußen schaut, wenn Ihre Katze mit der Pfote die Fensterscheibe berührt oder auf der Fußmatte sitzt etc.

 

Dann öffnen Sie die Tür und lassen Sie hinaus. Damit können Sie Ihre Katze zusätzlich trainieren und ruhiges Verhalten fördern.

 

 

Katzenerziehung mit Clicker

 

 

Das Clickertraining bietet vielfältige Möglichkeiten, um Katzen zu erziehen. Zusätzlich sorgt es dafür, dass Katzen geistig ausgelastet werden und dadurch zufriedener und ausgeglichener sind.

 

Die Katzenerziehung mit Clicker ist für Katzen sehr gut geeignet, denn die meisten Tiere machen mit Elan und Begeisterung mit und können das tägliche Training kaum erwarten.

 

Mit dem Clicker Katzentraining erziehen Sie Ihre Katze mittels positiver Erlebnisse und schaffen zusätzlich ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen sich und Ihrem Stubentiger. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

So, 11. Juni 2023

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